
Energie im Obergoms
Die Gemeinde Obergoms setzt auf eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Energieversorgung. Mit regionalen Projekten und erneuerbaren Ressourcen wird die Energieversorgung langfristig gestärkt.
Elektrizitätswerk Obergoms
Die Elektrizitätswerk Obergoms AG ist eine Aktiengesellschaft, die zu 50% den Gemeinden Obergoms und Goms gehört. Die restlichen Aktien verteilen sich auf rund 50 private Aktionäre, wobei der grösste private Einzelaktionär die EnAlpin AG mit einer Beteilligung von ca. 10% ist und eigenen Aktien der EWO.
Das Versorgungsgebiet der Elektritzitäswerk Obergoms AG erstreckt sich über die Dorfschaften Oberwald bis Gluringen.
Ladestation für Elektrofahezeuge in Ulrichen
Die Ladesäule befindet sich an der Nufenenstrasse 11 in 3988 Ulrichen.

Energieregion Goms
Gemeinsam Richtung Zukunft – energieregionGOMS
Die energieregionGOMS war 2000 eine der ersten Energie Regionen der Alpen und wird heute von der ganzen Region getragen und gelebt. Im September 2018 wurde der neue Trägerverein mit den Gemeinden, Energieversorgern und Tourismusorganisationen der Region gegründet. Die Gemeinde Obergoms setzt sich GEMEINSAM mit den anderen Mitgliedern für eine innovative und zukunftsfähige Entwicklung in der Region ein. Die energieregionGOMS fördert konkrete Projekte, in denen wirtschaftliche Interessen mit ökologischen und sozialen Bedürfnissen in Einklang gebracht werden. Ziel ist es, durch nachhaltige, dezentrale und lokale Energieproduktion und -nutzung die Wirtschaft in der Region zu diversifizieren und stärken. GEMEINSAM werden unter allen relevanten Akteuren in ausgewählten Handlungsfeldern Ziele entwickelt und die Umsetzung von Maßnahmen vorangetrieben.
Energie Reporter
Mit dem Onlinetool „Energie Reporter“ kann der Stand der Gemeinde bezüglich folgender Themen betrachtet werden:
- Elektroautos
- erneuerbare Heizungen
- Solarstrom
Angebote der Energieregion Goms
Energiespartipps - Energieberatung - Faktenblatt

Kraftwerke Obergoms AG
Mit der Gründung der KWOG Kraftwerke Obergoms AG machte das Obergoms einen zukunftsträchtigen energiepolitischen Schritt, der ganz auf der Linie der offiziellen schweizerischen Energiepolitik liegt. Die Selbständigkeit der Energieversorgung aus einheimischer und erneuerbarer Wasserkraft wird entscheidend gestärkt. Während der Bauzeit werden namhafte Investitionen getätigt, die willkommene wirtschaftliche Impulse auslösen.
Wasserkraftwerke der KWOG

FMV SA
Laufwasserkraftwerk Gletsch-Oberwald
Das Laufwasserkraftwerk mit einer Leistung von 14 MW nutzt das Gefälle der Rhone
zwischen Gletsch und Oberwald. Damit der Einfluss auf die Umwelt möglichst gering
ist, ist die Zentrale vollständig unterirdisch.
Die Inbetriebnahme erfolgte anfangs 2018. Das Kraftwerk wird jährlich ungefähr 41 GWh
produzieren, was in etwa dem Stromkonsum von ca. 9'000 Haushalten entspricht.

Gries Wind AG
Windenergie
Europas höchster Windpark umfasst vier Windräder und produziert zehn Gigawattstunden Strom pro Jahr. Dies entspricht in etwa dem Verbrauch von 2850 Haushalten. Die produzierte erneuerbare Energie wird in das Stromnetz eingespiesen. Eine Pilotanlage wurde bereits im Jahr 2011 auf dem Nufenenpass aufgebaut. Der Walliser Windpark ist im Besitz der Gries Wind AG. Der im Jahr 2007 lancierte Windpark Gries befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Obergoms. Die Gemeinde- sowie die Burgerversammlungen hatten das Projekt 2008 einstimmig bewilligt. Im Jahr 2014 hatten sich SwissWinds und der WWF Oberwallis geeinigt über Zusatzmassnahmen zum Schutz von Vögeln und Fledermäusen.

Alpine Solaranlage Gries
Die Gemeinde Obergoms und das ganze Goms leisten bereits heute einen grossen Beitrag für die Energieversorgung in der Region und in der Schweiz. Diverse Energie-Infrastrukturanlagen, sei es in der Produktion aus Wasserkraft (KW Gletsch-Oberwald, KW Aegina AG, KW Obergoms AG) und Windkraft (Grieswind AG), aber auch Leitungen der Swissgrid und Valgrid auf ihrem Territorium dienen der Energieversorgungssicherheit der Schweiz.
Mit der Integration der alpinen Photovoltaik im Perimeter Gries werden die bereits bestehenden erneuerbaren Energien Wasserkraft und Windkraft optimal erweitert. Auf der Basis der Resultate der Machbarkeitsstudie beabsichtigen die Gemeinde und die Partner FMV SA und EnAlpin AG bis Ende 2023 ein Baugesuch auszuarbeiten. Die Projektpartner legen in der ersten Phase den Fokus auf die geeigneten Flächen im Gebiet des Griessees («Gries Ost» und «Gries West»).

Anergienetz Obergoms AG
Warmwassernutzung aus dem Furkatunnel
Bereits in den 80er Jahren wurde am Portal des Furka-Basistunnels ein Warmwasserlauf entdeckt, der aus einer Thermalquelle in der Tunnelmitte gespiesen wird. Etwa 5'400 l/min mit 16°C warmen Wasser verlassen das Westportal des Furkatunnels. Ein Teil dieses Wassers fliesst durch eine Leitung nach Oberwald und beheizt dort heute mit dezentralen Wärmepumpen einen Teil des Dorfes.
Hier wurde ein neuartiges System gewählt: ein Verteilernetz leitet das Wasser zu den Wärmepumpen von jedem Nutzer, ein sogenantes Anergienetz. Diese dezentrale Warmwassernutzung weist für die einzelnen Wohnbauten ausgezeichnete Jahresnutzungszahlen aus.
Das Potential in Oberwald ist noch lange nicht ausgeschöpft!
Unterlagen zum Anergienetz Obergoms

Förderprogramme / Finanzhilfe im Bereich Energie
Gebäudeprogramm im Kanton Wallis
Praktische Ratschläge zu den Themen Energiesparen und Umweltschutz
