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Gemeinde-Obergoms-Hochwasserschutz-Goneri-Uebersicht

Hochwasserschutz «Goneri»

Am 22. August 2016 werden die Bauarbeiten zur Realisierung des Hochwasserschutz-Projektes an der «Goneri» in Angriff genommen. Gerechnet wird mit einer einjährigen Bauzeit. In die Verbesserung der Sicherheit werden 1,7 Millionen Franken investiert.

Der heutige Schutz ist ungenügend. Das hat das Ereignis vom 24./25. August 1987 gezeigt, als 17 ha überflutet und mehrere Gebäude beschädigt wurden. Das seit 2005 aufliegende Hochwasserschutzkonzept der Gemeinde bestätigt dies mit Fakten. Die «Goneri» hat heute eine Abflusskapazität von 60 m3/s. Bei einem 100jährigen Hochwasser ist mit einer Spitze von 65 - 75 m3/s Reinwasser zu rechnen. Das Geschiebepotenzial wird von den Fachleuten auf 200 000m3 geschätzt.
Begründet wird dies mit dem grossen, von der «Goneri» entwässerten Einzugsgebiet von 39,62 km2.

Reif für die Umsetzung

Am vorliegenden Projekt wurden über Jahre hinweg immer wieder Optimierungen vorgenommen.
Auch durch die Gemeinde selbst. Sie hat sich entschlossen, den von Bund und Kanton subventionierten Damm von 240m Länge auf eigene Kosten um 110m zu verlängern. Dies im Wissen, dass sich die Hochwasser durch die veränderten klimatischen Bedingungen häufen. So werden die Abflussmengen eines 30jährigen Hochwassers von 45 - 55 m3/s an der «Goneri», die im Normalfall 2-3 m3/s führt, immer wieder erreicht. Das zeigt, dass der Schutz ohne weitere zeitliche Verzögerung umgehend zu verbessern ist.

Die massgeblichen Teile des Projektes bestehen in einer Erneuerung des Fundamentes bei der Schlitzsperre, die rund 50 000m3 Geschiebe zurückhalten kann, der Bau eines neuen Tosbeckens auf der Nordseite de Schlitzsperre, um die Geschwindigkeit des Wassers zu brechen, die Erstellung eines Schutzdammes durch den «Piischewald» linksufrig der «Goneri» auf einer Länge von 350m sowie die Verschiebung der «Goneri»-Brücke.

Der 1,5m - 3,5m hohe Damm sowie die Erhöhung des hindernisfreien Hochwasser-Durchflusses erfordern auf einer Fläche von 10 000m2 die gruppenweise Rodung von Bäumen.
Der Eingriff in die Natur wird so schmal wie möglich gehalten. Er ist im Interesse eines klar verbesserten Schutzes von Hab und Gut.

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Die Schlitzsperre bleibt


Die Schlitzsperre hat sich bei den vergangenen Hochwassern bewährt. Das Rückhaltebecken fasst 50 000m3. An der Mauer werden einzig die mit den Jahren in Mitleidenschaft geratenen Fundamente erneuert. Das Geschiebematerial auf der rechten Bildseite wird zur Steigerung der Fassungskapazität entfernt.

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Das Tosbecken wird neu

Der Schlitzsperre talseitig vorgelagert wird ein neues, rund 20m langes Tosbecken erstellt. Es ersetzt den heutigen, arg in Mitleidenschaft gezogenen Betonboden. Das Tosbecken hat den Zweck, die Dynamik des Wasserlaufes beim Fluss über die Schlitzsperre zu bremsen, was die weiter unten folgenden Schutzbauten massgeblich entlasten hilft.

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Die Brücke wird versetzt

Der Durchlauf unter der bestehenden Brücke erlaubt eine Abflusskapazität von 55 - 65 m3/s. Bei einem 100-jährigen Ereignis wird mit bis zu 75m3/s gerechnet. Mit einer Versetzung der Brücke um rund 20m nach Norden kann die Durchlaufkapazität massgeblich erhöht werden. Ab der Höhe der Brücke wird der Damm versetzt weitergeführt.

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Bäume müssen weichen

Auf einer Fläche von 10 000m2 werden Bäume Platz machen müssen für den Dammbau und den optimalen Ablauf des Hochwassers. Auf Höhe der dichteren Baumgruppe wird die Dammkrone zu stehen kommen. Der Schutzdamm läuft gegen Westen abflachend aus, was die Baulandgrenze bis auf die Dammkrone festsetzen lässt.